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Praktisches für unterwegs

Mein letzter Eintrag liegt schon über ein Jahr zurück. Was war passiert? Warum ging es nicht weiter – zumindest im Blog.

Viele Ereignisse, wenig Zeit und Muse. Die Shootings selbst gingen weiter. Und mit Ihnen machte ich einige interessante Erfahrungen. Sowohl praktische als auch auf zwischenmenschlicher Ebene.

Da die Outdoor-Session noch läuft – der aktuellen Wetterlage (also Stand 01.09.2016) nach zu urteilen, dürfte es noch ein Spätsommer werden, gibt es noch ein paar „schnelle“ Ratschläge. Ich habe das Rad nicht neu erfunden, aber vielleicht hilft es als kleiner Hinweis.

Outdoor

Ich liebe es. Es gibt unheimlich viel Spielraum. Ob Land oder Stadt. Outdoor bedeutet für viele Natur (pur). Wald, Strand, Berge, Täler, Wasserfälle – kurz: Einfach alles das einigermaßen begehbar ist.
Die Natur verändert sich ständig. Frühling und Sommer haben durchaus unterschiedliche Vegetation. Und mit ihr kommen so kleine Lebewesen, die bei einem Shooting zu einer echten Herausforderung werden können. Bienen und Wespen, Bremsen und Mücken sind dabei harmlos, so fern Du nicht gerade allergisch bist! Normalerweise wissen es die Betroffenen. Aber eben nur die Betroffenen! Wenn ein Shooting ansteht, sollte man das vorher genau wissen, was einen erwartet. Soll ich durch die Blumenwiese hüpfen oder mich im Wald unter gefallene Baumstämme verkriechen?

Zeckenalarm

Mein erstes Erlebnis hatte ich schon letzten Sommer. Ich hatte mir für ein Shooting, auf Wunsch des Fotografen, einen Wald in meiner Gegend ausgesucht. Es war nicht das erste Waldshooting. Entlang der Wege, die durch die Wälder verlaufen. Womit ich nicht gerechnet hatte war, der Gute schickte mich ins dichte Gestrüpp. An dieser Stelle regierte wirklich die Pflanzenwelt. Da tauchte aber so ein schönes Aktbild vor meinem inneren Auge auf – und das reizte mich so sehr, da nahm ich die Pflanzen gerne in Kauf. Mit Schuhen und einer Weste stapfte ich also durch die Gräser, auf der Hut mich nicht mit den Füssen darin zu verfangen. Die Schuhe behielt ich an, die waren im Bild nicht sichtbar. Den Rest übergab ich den Fotografen. Zurück auf dem Weg, kurzer schneller Check, ob noch alles dran war, keine Kratzer oder sonstiges, dass bis dato noch nicht zu mir gehörte. Und gingen wir weiter von dannen und hatten jede Menge Spaß….

Am nächsten Tag besuchten wir meine Eltern. Auf dem stillen Örtchen entdeckte ich zwei kleine schwarze Punkte in der Leistengegend, eine Stelle leicht gerötet. Es sah aus, als wäre es ein getrockneter Blutfleck. Konnte das sein? Irgenwie sah der Fleck beweglich aus…1…..2….3……SHIT!! Eine Zecke, die bereits eine „Futterstelle“ gefunden hatte. Ja, ich gebe zu, mir rasten tausend Gedanken durch den Kopf, an erster Stelle was passiert, wenn ich das Viech nicht loswurde. Am liebsten hätte ich sie raus gerissen. Hab ich natürlich nicht, auch wenn es mich etwas Mühe kostete. Ich ließ die Zecke professionell entfernen. Genau genommen auch Ihre „Verbündete“, die es allerdings nicht schnell genug geschafft hatte. Danach hieß es die Stelle zu beobachten. Nach mehreren Tagen fiel mir auf, dass die Stelle größer geworden zu sein schien, und sie wurde täglich größer. Schnellstmöglich zum Arzt: Die Folge waren vier Wochen Antibiotika und die Hoffnung, dass es zu keiner bösen Diagnose kommen würde. Es fand ein gutes Ende.

Es war das erste mal seit vielen vielen Jahren, aber nicht das letzte Mal. In diesem Jahr hab ich mir den Wald erneut ausgesucht. Dieses Mal darauf geachtet nicht ins Gestrüpp zu gehen. Bei einem Outfit wechsel merkten der Fotograf und ich, dass ich am Körper und meiner Kleidung Zecken hatte. Dieses mal rechtzeitig.

Angriff von unbekannt

Vor ein paar Wochen haben wir zusammen mit dem lieben Günther Ullmann eine Lokation gesucht, die auch mehr oder weniger mitten im Wald liegt. An diesem Tag hatte ich keine Kontaktlinsen und musste somit die Brille immer wieder ablegen und mich dann mehr oder weniger blind vorwärts bewegen. Keine Sorge, ich sehe genug, um nicht gegen einen Baum zu springen, aber zu wenig, um eventuelle Bienchen oder Wespen auf einer Blüte am Waldboden zu sehen. Ich war überzeugt, wenn dann müsste ich darauf acht geben.
Als Günther dann einen wunderschönes Stück bemoosten Boden sah, sollte ich es mir auf diesem in geeigneter Pose bequem machen. Ich „tastete“ mich also vor, ging langsam in Hocke und dann in die Waagrechte. Das einzig störende war eine Pflanze, die etwas ungünstig ins Bild ragte. Das wollte ich korrigieren – entweder die Pflanze ließ sich beiseite schieben oder ich musste mich anders platzieren. Gerade als ich meinen Ellenbogen tief ins Moos gegraben hatte und mich darauf abstützte stach es plötzlich schmerzhaft zu. „Stopp!! Irgendwas hat mich gestochen!“ hab ich Günther zugerufen, „ich glaube, hier ist ein Nest. Hier machen wir nicht weiter.“ Damit war der Fall erledigt. Es war nichts am Arm zu sehen, auch wenn der Schmerz nachhalte. So machten wir weiter. Günther schmunzelte noch „Ja, sowas muss man als Aktmodel Outdoor abkönnen“. Na ja, muss sich nicht gerade in ein Nest voller roter Ameisen legen 😉 Leider wussten wir nicht was es war. Nach dem Shooting bemerkte ich nur, wie rot der Oberarm war. Es sah aus, als hätten mehrere zugestochen oder mich angepinkelt (sollten es tatsächlich Ameisen gewesen sein), obwohl ich mich nur an einen Stich erinnern konnte. Nein, es war keine Brennesel. Dafür waren die Stichstellen zu groß. Wir haben schnell mit Fenistil behandelt, doch es dauerte tatsächlich bis es wieder verheilt war. Andere Folgen gab es auch nicht.

Mückenplagen in der Großstadt

Als ich zu einem spontanen Shooting nach München an einen See fuhr, stürzten sich die Mücken so schnell auf uns, das es schon ein wenig schwer war, sich überhaupt noch zu konzentrieren. Trotz Spray, dass mitgebracht worden war. Das schöne ist: Mücken sind auch für Fotografen lästig. Ja, es ist eigentlich böse *grins*.

Und die Moral von der Geschicht‘: Insektenschutz ein Muss

In den meisten Fällen hilft Fenistil Gel. Ich persönlich habe mich für eine Zeckenimpfung entschieden, damit ich mich bei entsprechenden Shootings entspannen kann. Du solltest also in jedem Fall auch ein kleines Medizinköfferchen dabei haben. Viel braucht es dabei nicht.

Outdoor und Lost Place – Denk praktisch!

Shootings in der Natur haben auch noch einen anderen Nachteil: Hier haben wir es in 80 % der Fälle mit unbefestigten Böden zu tun. Fotografen sind in der Regel eher sportlich und bequem gekleidet. Ihr Equiment tragen sie meist in praktischen Rucksäcken. Okay, manche tragen echte Bergwandererausrüstung, die mit bequem nichts zu tun hat.

Und als Model? Musst Du wirklich in Highheels mit Köfferchen im Schlepptau durch die Pampa? Nein, musst Du nicht.

Das Handgepäck

Es ist nur eine Frage der Vorbereitung. Du und Dein Fotograf wisst in etwa was Ihr vorhabt. Je intensiver Ihr Euch / Du Dich mit dem Vorhaben auseinander setzt, desto besser kannst Du Deine Outfits wählen und ggf. auch reduzieren. Nimm das mit, was Du wirklich brauchst. Wenn Du Dich gar nicht entscheiden kannst, pack einen Rucksack mit ein. Vor Ort, sagt Dir Dein Fotograf evtl. schon, welche Outfits zu seiner Vorstellung passen 😉 Je besser Ihr Euch kennt, desto leichter wird es 🙂
Ein Koffer eignet sich – meiner Erfahrung nach – fürs Studio oder Hotel. Wenn Du nicht sicher bist, ob ein Koffer geeignet ist, frag den Fotografen, wo Ihr unterwegs seid. Evtl. kennt er das Gelände. Gibt es Treppen? Wie sind die Wege? Hat es gerade viel geregnet?! Damit schindest Du übrigens auch ganz schön Eindruck, wenn Du auch ein bisschen jenseits des Shootings denkst 😉 Machst du auf gut Glück, musst Du Dich darauf einrichten, das jemand den Koffer tragen muss. Es ist verdammt ungemütlich durch finstere Gänge mit einem Koffer zu laufen, wenn Du quasi den Boden unter den Füßen nicht mal sehen kannst. Von engen Treppen mal ganz zu schweigen. Deine Klamotten in der Hand mitnehmen ist dabei keine sichere Option. Unter Umständen brauchst Du freie Hände. Ich habe mir noch damit beholfen, dass wir den Koffer stehen ließen. Hier und da geht das. Aber Du weißt nie, wie weit es Dich verschlägt, wenn Du im Fluss des Shootings bist.

Setwechsel

Nimm bequeme Schuhe für den Setwechsel mit. Ich persönlich gehe zur Not mit einem tollen Kleid und Sportschuhen oder Wanderstiefeln zum nächsten Set, mit dem Rucksack auf dem Rücken. Mode interessiert in diesem Moment nicht. Meine Meinung. Schön ist es natürlich, wenn Du etwas dabei hast, das bequem und schnell angezogen ist. Einer der wenigen Fotografen, die dich aus Erfahrung darauf hinweisen wandertaugliche Kleidung und Gepäck mitzubringen, ist Thomas Bichler. Das gehört für ihn mittlerweile zum Briefing eines Models, mit dem er in die Natur geht. Festes Schuhwerk solltest Du schon aus Sicherheitsgründen dabei haben. Es gibt mir persönlich ein besseres Gefühl. Es geht weniger darum flache Schuhe zu tragen, dann würden es Balerinas auch tun. Bedenke, dass diese garantiert schmutzig werden. Sowohl in der Natur als auch an verlassenen Orten. Die Sohle sollte tritt- und rutschfest sein und der Schuh wirklich fest auf dem Fuß.

Jedes Model, dass viel in diesen Bereichen shootet hat garantiert ähnliche Erfahrungen gemacht. Wie sie es handhaben, kann ich nicht sagen. Ich habe für mich beschlossen, es einfach etwas praktischer zu handhaben 😉

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